Resilienz & Lieferketten

In diesem Bereich dreht sich alles um die Themen: Resilienz, Lieferketten und Nachhaltigkeit. Nachfrage- und Angebotsschwankungen, Materialengpässe, Logistikprobleme, Cyberangriffe und natürlich Gesundheitsrisiken haben die zwei Pandemiejahre 2020 und 2021 geprägt. Geopolitische Krisen,  Störereignisse wie die Blockade im Suezkanal, Hafenschließungen, Naturkatastrophen oder Wetterextreme haben die Lage immer wieder zusätzlich verschärft. 

 Letzter Ausweg Resilienz

Im „Hype Cycle for Supply Chain Strategy“ der Marktforscher von Gartner stand das Schlagwort 2021 bereits auf dem sogenannten Gipfel der überzogenen Erwartungen. Nach dem Innovationsauslöser und dem Höhepunkt eines Hypes folgt in der Regel ein Tal der Tränen. Dort angekommen ist bereits das Supply-Chain-Risikomanagement, in das bereits viele Unternehmen investiert haben – und nun desillusioniert sind, weil es die Erwartungen nicht erfüllt hat…. Erst in fünf bis zehn Jahren dürfte es Gartner zufolge bei dem Thema Supply-Chain-Resilienz soweit sein. Mit einer schnellen Umsetzung bei vielen Unternehmen rechnen die Experten also eher nicht.

 

Die TCW Resilienz-Strategie – Unternehmen krisenfest gestalten

Wie kann mit Veränderungen umgegangen werden, um unbeschadet oder sogar gestärkt aus Krisen herauszukommen und Transfor-mationswege erfolgreich zu beschreiten? Die Pandemie, der Klimawandel und leider auch geopolitische Konflikte sind nur einige der Schocks, mit denen Unternehmen umgehen müssen. Ausschlaggebend für eine effektive Reaktion ist die Resilienz von Unternehmen. Das TCW unterstützt bei der Verstärkung von Resilienz durch systematische und methodengestützte Strategiearbeit.

Sie steht für die Fähigkeit zurückzufedern, im Unterschied zur Robustheit, deren Fähigkeit ist, standzuhalten. Es geht also darum, Schocks und Herausforderungen zu begegnen, einen Sturm zu überstehen und sich danach zu erholen. Unternehmen können Schocks oftmals nicht verhindern, aber sie können sich so positionieren, dass die Kosten der Disruption und die Zeit zur Erholung minimiert werden. Sie entkommen einer Krise agiler und innovativer. Wir sprechen auch davon, dass diese Schocks Auslöser für Unternehmenstransformationen sind. Es ist wichtig zu wissen, dass Schocks intern wie extern getrieben sein können und sowohl vorhersehbar als auch nicht vorhersehbar sind, also dass Resilienz antizipative und reaktive Komponenten aufweisen muss. Unternehmen benötigen Maßnahmen sowohl vor einer Krise als auch zum Zeitpunkt des Auftretens von Schocks. Wir stellen fest, dass die Herausforderungen immer schneller auftauchen und vielfältiger werden. Die Unternehmen haben sowohl Strategien zu ändern als auch operationale Modifikationen einzuleiten. Dabei ist Flexibilität eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Begegnen der Schocks. Um Schocks entgegenzuwirken, sind sie zu bewerten und die adäquate Resilienz zu gestalten.

Fraunhofer ISI

 Wie resilient waren Industriebetriebe im Corona-Lockdown in Deutschland?

Kurzarbeit, unterbrochene Lieferketten, stillstehende Produktionslinien: Die Corona-Pandemie hat im Frühjahr 2020 auch den Produktionsstandort Deutschland getroffen. Für manche Betriebe bedeuteten die Einschränkungen das endgültige Aus, während sich andere von ihren Ausfällen erholen konnten und manche sogar von vornherein ohne Probleme durch die Pandemie kamen.

Resilienz als Messgröße in der Wirtschaft

Die Fähigkeit, unvorhersehbare Krisen zu bewältigen, wird mittlerweile auch im wirtschaftlichen Kontext mit dem Begriff Resilienz bezeichnet, der ursprünglich aus der Psychologie stammt. Das Konzept der Resilienz produzierender Betriebe hat zwei Facetten: Die Robustheit, also die präventive Fähigkeit, einem Störereignis direkt widerstehen zu können; sowie die Regenerationsfähigkeit, also die reaktive Fähigkeit, sich möglichst schnell von negativen Folgen zu erholen. Erweist sich ein Unternehmen entweder als robust oder als regenerationsfähig, so gilt es als resilient.