Unsere Themen

Wertschöpfung

„Wert-Schöpfung sollte – in diesem weiten Verständnis – über den rechnungstechnischen Begriff einer monetär bewerteten Nettowirtschaftsleistung hinausgehen. Wirtschaften heißt Werte schaffen. Wirtschaften besitzt einen normativen Kern und stellt nicht länger nur die Frage nach der Profitmaximierung eines einzelnen Unternehmens, sondern auch nach dem Wert des Wirtschaftens im Hinblick auf die Lebensqualität der Menschen.“

Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl ist Institutsleiterin des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI und Inhaberin des Lehrstuhls für Innovations- und Technologie Management am Institut für Entrepreneurship, Technologie-Management und Innovation am Karlsruher Institut für Technologie

Produktion

Covestro-Chef Markus Steilemann fürchtet im aktuellen Interview mit der WirtschaftsWoche eine schleichende Deindustrialisierung. „Das Risiko ist real“, sagte der Chef des Leverkusener Spezialchemiekonzerns. Europa brauche grüne und bezahlbare Energie. Ansonsten entstünden „Kapazitäten in Asien und den USA.“ Der Manager sieht Europa in der „schwersten Krise der Nachkriegszeit“.

Resilienz

„Über Jahrzehnte hinweg hat sich in der verarbeitenden Industrie ein System der globalen Arbeitsteilung etabliert, das darauf beruht, dass in bestimmten Regionen der Welt bestimmte Rohstoffe, Vor- und Endprodukte bereit- und hergestellt werden. Dieses System war bislang insbesondere durch den Wunsch nach maximaler Kosteneffizienz getrieben. Die vergangenen zweieinhalb Jahre haben jedoch gezeigt, dass der kostengünstigste Weg nicht der zuverlässigste ist. Das führt dazu, dass viele Unternehmen nun vor einer Entscheidung stehen, in der sie Preisstabilität gegen Liefersicherheit abwägen müssen. Viele Unternehmen gewichten die Kosten in ihrer Entscheidung allerdings nach wie vor höher als die Frage nach der Zuverlässigkeit der Lieferkette. So verwundert es nicht, dass viele Lieferketten noch immer fragil sind.“

Pinsent Masons

Produktion

Deutschland hatte es sich bequem gemacht in einer globalisierten Welt, bei der die Wertschöpfung auf dem ganzen Globus verteilt ist. Für eine exportorientierte Nation bringt ein freier Welthandel zweifelsohne viele Vorteile – jedoch darf sich ein Staat in systemkritischen Bereichen nicht abhängig machen. Er wird sonst erpressbar und genau das erleben wir gerade.

Deutschland hat bei fossilen Energieträgern eine fatale Abhängigkeit von Russland entwickelt. Der Anteil russischer Importe an den deutschen Gasimporten liegt bei etwa 55 Prozent, bei Kohle bei rund 50 Prozent und bei Rohöleinfuhren bei rund 35 Prozent. Die Hoffnung auf „Wandel durch Handel“ ist durch den Krieg in Europa in kürzester Zeit zerstört worden. Das Gleiche gilt für die speziell deutsche Ausprägung der Energiewende mit Abschaltung der Atom- und Kohlekraftwerke.

Lesen Sie dazu den Beitrag von Prof. Dr. C. May

Fachkräftemangel

Viele Unternehmen haben die Möglichkeiten einer effizienten digitalen Qualifizierung noch nicht erkannt. Viele Unternehmen sparen da an der falschen Stelle und investieren zu wenig in digitale Qualifizierungs-möglichkeiten. Das liegt zum einen daran, dass das Potential von modernen digitalen Qualifizierungsmöglichkeiten noch nicht erkannt wurde und zum anderen gibt es noch nicht genügend evaluierte Beispiele, in denen der Erfolg nachgewiesen wurde. Wie kann es Fachkräftemangel geben, wenn einerseits die Arbeitslosigkeit steigt – ist der Fachkräftemangel etwa eine Lüge? Lesen Sie dazu den Beitrag von Prof. Dr. Volker Engert auf unserem Blog.

Resilienz

Unternehmen auf der ganzen Welt sehen sich mit zahlreichen, noch nie dagewesenen Störungen und unsicheren makroökonomischen Aussichten konfrontiert. Angesichts dieser Komplexität und Unbeständigkeit müssen Führungskräfte widerstandsfähigere Organisationen aufbauen. Sie müssen bereit sein, Widrigkeiten in Chancen zu verwandeln und nachhaltige Wettbewerbsvorteile aufzubauen, um langfristig zu überleben. In dieser Serie untersuchen wir die disruptiven Kräfte, die heute auf Unternehmensleiter einwirken, damit sie verstehen, wo inmitten der Ungewissheit Chancen bestehen.

 

Fachkräftemangel

Fachkräftemangel ist ein Thema, das ständig für neuen Diskussionsstoff sorgt. Studien zeigen nahezu einhellig, dass wir einen Fachkräftemangel haben und sich dieser noch verschärft, da durch den demografischen Wandel die Jugendlichen, die zukünftig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, weniger sind, als der Anteil der Arbeitnehmer, die in den Ruhestand wechseln. Da schließe ich auch die Pensionäre ein. Die Bundesregierung hat die Absicht dem Fachkräftemangel durch Zuwanderung zu begegnen. Es heißt von anderer Seite, gewisse Tätigkeitsbereiche ansprechender zu machen. Dadurch wird auch eine Konkurrenzsituation zwischen einzelnen Branchen geschaffen. Lesen Sie dazu den Beitrag von Prof. Dr. E. Müller.