INFPRO Vorstudie · Wertschöpfung & Volkswirtschaft

Wertschöpfungsorientierte Volkswirtschaft

Was verändert sich, wenn Prinzipien aus Produktion und Lean Management nicht nur auf Fabriken, sondern auf die Verwendung volkswirtschaftlicher Ressourcen angewendet werden?

Die Leitidee

Von der Produktionslogik zur volkswirtschaftlichen Frage.

In der Produktion ist die Unterscheidung zwischen Wertschöpfung und Verschwendung ein etabliertes Denkprinzip. Die beiden Vorstudien fragen, ob eine ähnliche Perspektive auch außerhalb der Fabrik neue Einsichten ermöglichen kann: Welche Aktivitäten schaffen gesellschaftlich relevanten Wert, wo entstehen unnötige Aufwände und wie lassen sich Ressourcen wirksamer einsetzen?

Wert definierenWas ist aus Sicht von Bürgern, Unternehmen und Gesellschaft tatsächlich werthaltig?
Verschwendung erkennenWo werden Ressourcen eingesetzt, ohne entsprechenden Nutzen zu erzeugen?
Systeme betrachtenWelche Folgewirkungen entstehen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlichen Strukturen?
Wirkung verbessernWie können Prozesse, Anreize und Ressourcenallokation wirksamer gestaltet werden?
Zwei Teile · eine Forschungsfrage

Die Vorstudien im Überblick.

Wertschöpfungsorientierte Volkswirtschaft Vorstudie Teil 1
Teil 1 · Grundlagen

Wertschöpfung neu betrachten

Teil 1 entwickelt den gedanklichen Ausgangspunkt: Die in der Produktion bewährten Prinzipien von Wertschöpfung, Verschwendung und Produktivität werden auf eine breitere gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Ebene übertragen.

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Wertschöpfungsorientierte Volkswirtschaft Vorstudie Teil 2
Teil 2 · Anwendung

Übertragung auf konkrete Systeme

Teil 2 fragt exemplarisch, was eine wertschöpfungsorientierte Sichtweise für Bereiche wie Gesundheitswesen und Stromwirtschaft bedeuten könnte und welche neuen Bewertungsfragen daraus entstehen.

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Was diese Arbeit ist – und was nicht

Eine Denkarbeit, keine Wirkungsstudie.

Die Vorstudien entwickeln eine Perspektive und formulieren Forschungsfragen.

Sie liefern keine empirische Bestätigung dafür, dass Lean-Prinzipien unmittelbar auf eine gesamte Volkswirtschaft übertragbar sind. Ihr Wert liegt darin, bekannte industrielle Denkweisen bewusst auf andere Systeme anzuwenden und dadurch Fragen nach Nutzen, Ressourcenverbrauch, Produktivität und gesellschaftlicher Wirkung neu zu stellen.

Methodische Einordnung: Die Texte sind als explorative Vorstudien zu lesen. Aussagen und Beispiele dienen der Strukturierung eines Denkraums und sollten nicht mit kausal nachgewiesenen volkswirtschaftlichen Effekten verwechselt werden.
Management- und Politikfragen

Welche Fragen daraus bis heute interessant bleiben.

01 · Nutzen

Was ist der eigentliche Wert?

Welche Leistung soll ein System für seine Nutzer erzeugen – und welche Aktivitäten tragen tatsächlich dazu bei?

02 · Ressourcen

Wo entsteht unnötiger Aufwand?

Welche Schnittstellen, Wartezeiten, Fehlanreize oder Doppelstrukturen verbrauchen Ressourcen, ohne den gewünschten Nutzen entsprechend zu erhöhen?

03 · Steuerung

Wie misst man Wirkung?

Welche Kennzahlen fördern tatsächliche Wertschöpfung – und welche optimieren nur Teilbereiche, obwohl das Gesamtsystem schlechter wird?

Autor & Kontext

Produktionsdenken als Ausgangspunkt.

Prof. Dr.-Ing. Andreas SyskaProfessor für Produktionsmanagement an der Hochschule Niederrhein. Autor beider Vorstudien. Der Ansatz verbindet Produktionsmanagement, Lean-Denken und Fragen wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Wertschöpfung.
INFPRO Rolle

INFPRO hat die Vorstudien als Impuls für eine breitere Diskussion über Wertschöpfung, Produktivität und den Umgang mit knappen Ressourcen in Auftrag gegeben und veröffentlicht.

Weiterarbeiten

Von der Denkarbeit zur industriellen Evidenz.