Industrie erleben. Vor Ort und virtuell.
Executive Visits führen in reale Produktions- und Wertschöpfungssysteme. Virtuelle Themenabende machen industrielle Zusammenhänge interaktiv zugänglich. Beides folgt derselben Idee: weniger Konferenzbühne, mehr Beobachtung, Einordnung und Managementdialog.
| Termin | Ort | Fokus |
|---|---|---|
| 13.–14.11.2026 | Philips · Hamburg | Executive Visit · Produktion & Medizintechnik |
| Mitte Dezember 2026 | Virtuell | Virtuelle Produktionsreise Japan · Lean, Wissen, Robotik & KI |
Was vom Besuch bei Würth bleibt.
Am 29. September 2026 war das Institut für Produktionserhaltung mit einem Executive Visit bei Würth in Künzelsau vor Ort. Der Besuch machte sichtbar, wie Würth Logistik, Automatisierung, IT und Kundenorientierung zu einem belastbaren Wertschöpfungssystem verbindet. Der Mehrwert für die Teilnehmer lag dabei nicht im Besichtigen einzelner Anlagen, sondern im Vergleich mit der eigenen Praxis.
„Entscheidend ist, mit welchen Fragen man nach einem solchen Besuch in das eigene Unternehmen zurückkehrt.“ – Klaus Weßing, Vorstand INFPRO
Zum ausführlichen Nachgang →Lieferfähigkeit ist Teil der Wertschöpfungsstrategie.
Moderne Logistik bewegt nicht nur Waren. Sie entscheidet darüber, ob Produktionsleistung beim Kunden tatsächlich wirksam wird. Bei Würth lässt sich beobachten, wie hochautomatisierte Lagertechnik, digitale Steuerung und operative Prozesse auf ein klares Ziel ausgerichtet werden: Bestellungen vollständig, schnell und zuverlässig auszuliefern.
Für INFPRO ist genau diese Verbindung entscheidend. Technologie ist kein Selbstzweck. Sie muss Produktivität, Robustheit und Servicequalität verbessern – und damit industrielle Wertschöpfung sichern.
Der Besuch verbindet damit vier INFPRO-Perspektiven: Produktion & Standort, Wertschöpfung, Wissen & Arbeit sowie KI & Technologie. Vertiefende Dossiers, Studien und Executive Tools stehen in der Executive Library.
Was Würth über robuste Lieferfähigkeit zeigt.
Der Besuch in Künzelsau hat gezeigt, dass Hochleistungslogistik nicht aus einem einzelnen Automatisierungsprojekt entsteht. Lieferfähigkeit wird zum Wertschöpfungsfaktor, wenn Materialfluss, Bestände, Daten, IT und Entscheidungen als gemeinsames System geführt werden. Genau diese Verbindung war der zentrale Erkenntnisgewinn des Executive Visit.

Philips Hamburg & Virtuelle Produktionsreise Japan
Zwei unterschiedliche Formate, dieselbe INFPRO-Logik: Bei Philips geht es direkt in Produktion und Medizintechnik vor Ort. Japan wird als interaktiver Themenabend zur virtuellen industriellen Reise.
Philips · Hamburg
Freitag: Standortpräsentation, Produktionsrundgang und Managementdialog. Samstag: INFPRO-Arbeitssitzung zu aktuellen Themen.
Virtuelle Produktionsreise Japan
Neues interaktives Format: Zugreise durch Japans industrielle Wirklichkeit, 20-Stationen-Gemba-Walk, Managementfragen, Wissensmodule und Executive Assessment. Der genaue Termin wird separat bekanntgegeben.
Vergangene Executive Visits.

ROLLAX · Bad Salzuflen
Unternehmensbesuch zu New Lean Produktionssystem, Internationalisierung im Mittelstand und industrieller Umsetzungskompetenz.
Programm ansehen →Executive Visits bei INFPRO.
Wer nimmt an Executive Visits teil?
Die Besuche richten sich vor allem an Geschäftsführung, Produktion, Operations, Logistik und weitere industrielle Entscheider.
Was unterscheidet einen Executive Visit von einer Konferenz?
Im Mittelpunkt stehen reale Produktions- und Wertschöpfungssysteme, der direkte Austausch vor Ort und konkrete Managementfragen.
Ein Executive Visit kann der Einstieg sein. Das Netzwerk geht weiter.
Wer INFPRO bei einem Unternehmensbesuch erlebt, kann den Austausch dauerhaft fortsetzen. Mitglieder werden in die Wissensarbeit, Veranstaltungen und fachlichen Verbindungen des Instituts eingebunden.
Standortoffensive Baden-Württemberg

Baden-Württemberg verdankt einen erheblichen Teil seiner wirtschaftlichen Stärke der Industrie. Gerade deshalb stellt sich die Frage, wie belastbar dieses Erfolgsmodell unter veränderten technologischen und internationalen Bedingungen noch ist. Beim Gespräch im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg legte das Institut für Produktionserhaltung eine aktuelle Analyse des Standorts vor. Im Zentrum stand die Frage, wie groß das Risiko ist, dass Baden-Württemberg seine technologische Spitzenposition und seine besondere Rolle in der Automobilindustrie verliert – und welche Bedeutung die industrielle Wertschöpfung für die Zukunftsfähigkeit des Landes behält.
Der technologische Umbruch, nicht zuletzt der Übergang zur Elektromobilität, zwingt den Standort zu Entscheidungen. Bestehende Stärken allein werden nicht ausreichen. Gefragt sind neue technologische Schwerpunkte, eine stärkere Sicherung von Wertschöpfung im Land und eine Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und gesellschaftlichen Akteuren, die über Zuständigkeitsgrenzen hinausgeht. Ausbildung und Weiterbildung gehören dabei nicht an den Rand der Debatte, sondern in deren Zentrum.
Das Institut für Produktionserhaltung stellte fünf Handlungsoptionen vor. Die Vorschläge stießen auf großes Interesse und sollen in den zuständigen Gremien weiterberaten werden. Ein weiterer Austausch wurde in Aussicht gestellt. Entscheidend wird nun sein, aus der Diagnose eine belastbare Standortstrategie zu machen – denn industrielle Führungspositionen gehen selten auf einen Schlag verloren. Meist werden sie Stück für Stück abgegeben.
Praxis sehen. Fragen stellen. Entscheidungen besser einordnen.
INFPRO bringt Führungskräfte dorthin, wo industrielle Wertschöpfung tatsächlich organisiert wird – in Werke, Logistiksysteme und Unternehmen.

