Produktionsstandort-Radar
Warum wir dieses Radar entwickelt haben.
Als Institut für Produktionserhaltung haben wir den Produktionsstandort-Radar entwickelt, weil Standortentscheidungen meist lange vor einer Werksschließung fallen: wenn Modernisierung, Erweiterung oder die nächste Produktlinie nicht mehr am bestehenden Standort investiert werden. In der öffentlichen Debatte werden dann oft einzelne Ursachen betrachtet – Energie, Bürokratie, Fachkräfte oder Kosten. Für eine Managemententscheidung reicht das nicht. Entscheidend ist das Zusammenspiel der Faktoren, die einen Standort dauerhaft investierbar und wettbewerbsfähig machen.
Vom heutigen Standortbild zur belastbaren Investitionsentscheidung
Ein guter Standort ist nicht nur ein Standort mit niedrigen Kosten. Entscheidend ist, ob er Investitionen, Produktivität, Kompetenzen, Lieferfähigkeit und Managementtempo dauerhaft tragen kann. Genau hier setzt das Produktionsstandort-Radar an.
Die erste Ebene macht sichtbar, wie tragfähig der Standort heute ist. Sie zeigt, wo industrielle Substanz entsteht, wo Verwundbarkeit zunimmt und welche Faktoren vor einer größeren Re-Investition belastbar geklärt werden müssen.
Die 11 Standortfelder des Produktionsstandort-Radars
Das Assessment bewertet die Tragfähigkeit industrieller Standorte entlang von elf zentralen Entscheidungsfeldern. Die Bearbeitung erfolgt strukturiert und führt zu einem Gesamtbild aus Standortqualität, Verwundbarkeit, Re-Investment Index und Managementempfehlung.
Typische Managementanlässe für den Produktionsstandort-Radar.
Das Instrument ist besonders dann sinnvoll, wenn eine Standortentscheidung noch offen ist und mehrere wirtschaftliche, technologische und organisatorische Faktoren gleichzeitig bewertet werden müssen.
- vor größeren Re-Investitionen, Werkserweiterungen oder neuen Produktlinien
- bei anhaltender Investitionszurückhaltung oder sinkender Standortattraktivität
- wenn Lieferketten, Fachkräfte, Wissen oder Technologie neue Verwundbarkeiten erzeugen
- als gemeinsame Managementgrundlage für Investieren, Transformieren, Absichern oder Neu-Ausrichten
| Managementfrage | Passendes Instrument |
|---|---|
| Trägt der Standort heute? | Produktionsstandort-Radar |
| Würden wir heute erneut investieren? | Re-Investment Index™ |
| Trägt der Standort auch morgen? | Industrial Future Index™ |
Produktionsstandort-Radar in vier Antworten.
Was ist der Produktionsstandort-Radar?
Der Produktionsstandort-Radar ist ein INFPRO-Managementinstrument zur strukturierten Bewertung industrieller Standorte. Elf Standortfelder bilden das Basisassessment für Standortqualität, Investierbarkeit und Verwundbarkeit. Wer die Bewertung vertieft, ergänzt anschließend 13 Zukunftsfelder des Industrial Future Index™ und 10 Resilienzfelder der Risikoarchitektur.
Wie unterscheidet er sich von den anderen INFPRO-Instrumenten?
Der Radar fragt, ob ein Standort heute trägt. Der Re-Investment Index™ fragt, ob wir heute erneut investieren würden. Der Industrial Future Index™ prüft, ob der Standort auch unter zukünftigen Belastungen tragfähig bleibt.
Ist der Radar ein Standort-Ranking?
Nein. Er ist eine strukturierte Management-Selbsteinschätzung und ersetzt keine technische, rechtliche oder wirtschaftliche Due Diligence. Sein Zweck ist, Annahmen, Risiken und Handlungsfelder früh sichtbar zu machen.
Wie wird das Ergebnis genutzt?
Die Bewertung dient als Ausgangspunkt für Investieren, Absichern, Transformieren oder Neu-Ausrichten. Ergebnisse und weitere Instrumente können im Executive Workspace zusammengeführt werden. Den fachlichen Kontext finden Sie unter Produktion & Standort.
Wer hat den Produktionsstandort-Radar entwickelt?
Der Produktionsstandort-Radar wurde vom Institut für Produktionserhaltung e.V. (INFPRO) als Managementinstrument entwickelt. Er verbindet Standortqualität, Re-Investment-Frage, Zukunftsfähigkeit und Risikoarchitektur zu einer durchgängigen Entscheidungslogik.