Risikoarchitektur
Wo liegen die kritischen Abhängigkeiten und Belastungspunkte des Produktionsstandorts?
Die Risikoarchitektur bildet die dritte Bewertungsebene des Produktionsstandort-Radars. Sie macht sichtbar, an welchen Punkten ein Standort verwundbar wird: durch Schlüsselpersonen, kritische Maschinen, Lieferantenkonzentration, Energieabhängigkeit, Cyberrisiken, Wissensverlust oder organisatorische Schwächen.
Entscheidend ist nicht nur, ob ein Produktionsstandort heute leistungsfähig ist. Entscheidend ist, ob er auch dann handlungsfähig bleibt, wenn zentrale Personen, Anlagen, Lieferanten, Systeme oder Entscheidungsstrukturen ausfallen.
Von der Standortanalyse zur Risikoarchitektur
Die Risikoarchitektur zeigt, wo ein Standort strukturell verletzlich ist. Hohe Werte bedeuten, dass kritische Abhängigkeiten bestehen, die im Normalbetrieb oft verdeckt bleiben, im Krisenfall aber über Produktionsfähigkeit, Lieferfähigkeit und Managementhandlungsfähigkeit entscheiden können.
Risikoarchitektur-Score · Produktionsstandort
Der Score zeigt, wie stark kritische Abhängigkeiten, Ausfallrisiken und strukturelle Schwachstellen die Belastbarkeit und Krisenfähigkeit eines Produktionsstandorts beeinflussen können.
Die Bewertungsfelder der Risikoarchitektur
Die folgenden Kapitel bewerten die kritischen Verwundbarkeiten eines Produktionsstandorts: personelle, technische, organisatorische, finanzielle, digitale und versorgungsbezogene Abhängigkeiten.