Informieren Sie sich hier über Events und Veranstaltungen des Instituts für Produktionserhaltung
Quelle „Würth“
Monat
29. September 2026
📅 Termin
Dienstag, 29. September 2026
09:30 Uhr bis ca. 15:00 Uhr
Ort: Logistikzentrum der Würth Gruppe
Showroom Würth Gaisbach
Dieselstraße 25
74653 Künzelsau
Programm
09:30 Uhr | Begrüßung und Unternehmenspräsentation
Empfang im Showroom der Würth Gruppe.
Impuls: „Lieferfähigkeit als Wettbewerbsvorteil – Die Logistikstrategie der Würth Gruppe“
10:30 Uhr | Führung durch das Logistikzentrum
Erleben Sie die Logistik eines Weltmarktführers aus nächster Nähe.
12:00 Uhr | Fachlicher Austausch
Im Showroom diskutieren wir gemeinsam aktuelle Entwicklungen und Zukunftsthemen der Logistik.
13:30 Uhr | Gemeinsames Mittagessen
Beim gemeinsamen Mittagessen besteht Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Verantwortlichen der Würth Gruppe sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Executive Visits.
Ende der Veranstaltung: ca. 15:00 Uhr
Unternehmensbesuch bei
Adolf Würth GmbH & Co. KG
Reinhold-Würth-Straße 12–17
74653 Künzelsau-Gaisbach
Dieselstraße 25
74653 Künzelsau
Wie Logistik heute Wertschöpfung sichert
Produktionsunternehmen investieren Milliarden in neue Maschinen, digitale Fabriken und Künstliche Intelligenz. Doch selbst die modernste Produktion verliert ihren Wert, wenn Produkte den Kunden nicht zuverlässig, vollständig und zum richtigen Zeitpunkt erreichen. Lieferfähigkeit ist deshalb längst mehr als eine logistische Kennzahl. Sie ist zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor geworden – und zu einer Voraussetzung für industrielle Wertschöpfung.
Die Würth Gruppe zeigt, wie sich dieser Anspruch in der Praxis umsetzen lässt. Am Stammsitz in Künzelsau entstand in den vergangenen Jahren eine der modernsten Logistikorganisationen Europas. Mit der Erweiterung des Vertriebszentrums West investierte das Unternehmen rund 97 Millionen Euro in zusätzliche Lager- und Kommissionierkapazitäten. Herzstück der Anlage ist ein hochautomatisiertes Shuttlesystem mit mehr als 104.000 Behälterstellplätzen. Automatisierte Kommissionierung, intelligente Fördertechnik und digital vernetzte Steuerungssysteme sorgen dafür, dass täglich zehntausende zusätzliche Auftragspositionen verarbeitet werden können.
Bemerkenswert ist dabei weniger die eingesetzte Technologie als das dahinterstehende Prinzip. Die Würth Gruppe beginnt nicht bei Robotik oder Automatisierung, sondern beim Kunden. Das Ziel lautet, Bestellungen möglichst vollständig, schnell und zuverlässig auszuliefern. Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz sind dabei kein Selbstzweck. Sie dienen einem klaren Ziel: maximale Lieferfähigkeit, kurze Durchlaufzeiten und eine dauerhaft hohe Servicequalität.
Vom Wareneingang über die Lagerung und Kommissionierung bis zur Verpackung und Auslieferung greifen sämtliche Prozesse ineinander. Nicht einzelne Prozessschritte werden optimiert, sondern der gesamte Materialfluss als zusammenhängendes Wertschöpfungssystem. Moderne IT-Plattformen, automatisierte Anlagen und intelligente Steuerung sorgen dafür, dass Warenströme transparent bleiben und Lieferketten effizient gesteuert werden können.
Genau diese Logistikstrategie steht im Mittelpunkt des Executive Visits des Instituts für Produktionserhaltung bei der Würth Gruppe.
Der Besuch beginnt im Showroom, der weit mehr ist als eine Produktausstellung. Hier wird das Geschäftsmodell der Würth Gruppe vorgestellt – von digitalen Beschaffungs- und Versorgungslösungen über intelligente Materialwirtschaft bis hin zu innovativen Services für Industrie und Handwerk. Der Showroom macht sichtbar, wie Produkte, digitale Dienstleistungen und Logistik zu einem integrierten Wertschöpfungssystem verbunden werden.
Im anschließenden Rundgang durch das Logistikzentrum erleben die Teilnehmer die praktische Umsetzung dieser Strategie. Hochautomatisierte Lagertechnik, Robotik, Förderanlagen und digitale Steuerungssysteme bilden ein durchgängiges Gesamtsystem, das konsequent auf Geschwindigkeit, Transparenz und Lieferfähigkeit ausgerichtet ist. Sichtbar wird dabei, wie moderne Logistik heute funktioniert: als Zusammenspiel von Menschen, Technologie und intelligenten Prozessen.
Den Abschluss bildet ein Management-Dialog mit den Verantwortlichen der Würth Gruppe. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die viele produzierende Unternehmen beschäftigen: Welche Rolle übernehmen Automatisierung und Künstliche Intelligenz künftig in der Logistik? Wie lassen sich Lieferketten robuster gestalten? Welche organisatorischen Voraussetzungen schaffen operative Exzellenz? Und welche Erfolgsprinzipien lassen sich auf andere Unternehmen übertragen?
Der Executive Visit richtet sich an Geschäftsführer, Werksleiter sowie Führungskräfte aus Produktion, Logistik, Supply Chain und Operations. Er bietet die seltene Gelegenheit, hinter die Kulissen einer Logistikorganisation zu blicken, die seit Jahren als Maßstab für Lieferfähigkeit, Kundenorientierung und operative Exzellenz gilt.
Denn moderne Logistik bewegt nicht nur Waren. Sie sichert Wertschöpfung.
Monat
24. und 25. April 2026
15:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer durch Klaus Weßing, Vorstand infpro
15:10 Uhr
Vorstellung des Unternehmens durch Steffen Krause, Plant Manager ROLLAX
16:15 Uhr
Betriebsbesichtigung
18:00 Uhr
Transfer zum Hotel
19:00 Gemeinsames Abendessen,
Hotel Restaurant zum Löwen
Tag 2: 25. April
Beginn 9:30 Uhr
9:35 Uhr
Internationalisierung bei Rollax, Steffen Krause
10.35 Uhr
CAR-Industrie- wo stehen wir heute? Klaus Weßing
12:00 Uhr
infpro aktuell
Ende der Veranstaltung gegen 13:00 Uhr
Unternehmensbesuch bei
ROLLAX GmbH & Co. KG
Max-Planck-Str. 21
32107 Bad Salzuflen
Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Themen, die für viele Unternehmen inzwischen eng zusammengehören: New Lean Produktionssystem und Internationalisierung im Mittelstand. Es geht also nicht um Lean als Schlagwort, sondern um die praktische Frage, wie industrielle Abläufe, Standards, Führungsroutinen und technische Disziplin so gestaltet werden, dass ein Unternehmen auch mit internationaler Aufstellung stabil, lernfähig und wettbewerbsfähig bleibt. Rollax ist dafür ein besonders interessantes Beispiel. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bad Salzuflen ist seit 1972 in der Automobilindustrie tätig und entwickelt sowie produziert maßgeschneiderte Speziallager und bewegungsmechanische Systeme für Bereiche wie New Mobility, Fahrwerk, Getriebe, Lenkung und Sitz. Rollax steht nach eigener Darstellung für hohe Qualität, kundenspezifische Lösungen und die Fähigkeit, anspruchsvolle technische Anforderungen in eine wirtschaftliche Serienproduktion zu überführen.
Erfolgreich macht Rollax nicht ein einzelnes Produkt, sondern das Zusammenspiel mehrerer Stärken: kundenspezifische Entwicklung, industrielle Umsetzungskompetenz, hohe Qualitätsorientierung und internationale Präsenz. Das Unternehmen spricht von weltweit mehr als 300 Patenten, von drei Produktionsstätten in Deutschland, China und Mexiko sowie von neun Regionalbüros. Hinzu kommt ein nach IATF 16949 zertifiziertes Qualitätsmanagement, das auch die Lieferkette eng einbindet. Gerade diese Verbindung aus Innovationskraft, Fertigungstiefe und Qualitätsdisziplin macht Rollax zu einem aufschlussreichen Fall für die Frage, wie mittelständische Unternehmen international wachsen können, ohne ihr industrielles Fundament zu verwässern.
Vor Ort wollen wir daher besser verstehen, wie ein solches Unternehmen seine Produktionslogik organisiert, wie Spezialisierung und Serienfähigkeit zusammenfinden und welche Anforderungen entstehen, wenn internationale Präsenz nicht nur vertrieblich, sondern vor allem operativ getragen werden muss.