Orientierung für Industrie, Mittelstand und Entscheidungträger
infpro ist der Ort für industrielle Orientierung. Für Industrie, Mittelstand und Entscheidungsträger entwickelt das Institut Beiträge, Studien, Analysen und Debattenformate, die Standortbedingungen, Risiken und Handlungsoptionen präzise einordnen. Viele mittelständische Industrieunternehmen treffen ihre wichtigsten Entscheidungen heute unter deutlich anspruchsvolleren Bedingungen als noch vor wenigen Jahren. Energie, Regulierung, Fachkräfte, Finanzierung, Lieferketten und geopolitische Spannungen wirken gleichzeitig auf den Betrieb ein. Für Geschäftsführung und Inhaber entsteht daraus eine zentrale Führungsaufgabe: Sie müssen einschätzen, wie belastbar der Standort, wie tragfähig die eigene Wertschöpfung und wie groß der Handlungsspielraum unter diesen Bedingungen noch ist.
Genau hier setzt infpro an. Unsere Beiträge, Studien und Analysen helfen dabei, äußere Belastungen und industrielle Rahmenbedingungen sichtbar zu machen, zu ordnen und in ihrer Relevanz besser zu verstehen. Im Mittelpunkt steht eine einfache, aber entscheidende Frage: Unter welchen Bedingungen kann industrielle Wertschöpfung an einem Standort heute robust, wettbewerbsfähig und entwicklungsfähig bleiben? Aus dieser Perspektive entstehen Inhalte, die über reine Beobachtung hinausgehen. Sie liefern Einordnung, Bewertungslogik und Orientierung, bevor über Prioritäten, Maßnahmen und Entscheidungen gesprochen wird.
Das Institut für Produktionserhaltung steht für die Überzeugung, dass Wohlstand in Deutschland und Europa in industrieller Wertschöpfung entsteht – und dort verteidigt werden muss, wo sie unter Druck gerät. Wir setzen uns dafür ein, Produktion am Standort zu sichern, Wettbewerbsfähigkeit realistisch zu bewerten und die Voraussetzungen für Investitionen, Innovation und Lieferfähigkeit sichtbar zu machen. Produktionserhaltung bedeutet dabei mehr als Bestandsschutz: Es geht um technologische Souveränität, robuste Lieferketten und verlässliche Rahmenbedingungen für den Mittelstand ebenso wie für große Industriekerne. Wo Wertschöpfung abwandert, verliert ein Land nicht nur Arbeitsplätze, sondern Kompetenz, Innovationskraft und Gestaltungsspielraum. Infpro versteht sich als Vermittler zwischen Praxis, Wissenschaft und Öffentlichkeit – mit dem Anspruch, Debatten zu versachlichen und Entscheidungen auf Fakten zu gründen. Ziel des Instituts ist es, die industrielle Substanz zu erhalten und damit die Grundlage von Wohlstand, Stabilität und Handlungsfähigkeit zu sichern.
STANDPUNKT | Klaus Wessing
Deutschland muss wieder investitionsreif werden
Bleibt Deutschland ein Land, das industrialisiert – oder nur eines, das vorarbeitet, während anderswo integriert, skaliert und verdient wird? Genau an dieser Frage entscheidet sich die industrielle Zukunft des Standorts. Denn die neue Lokalisierungswelle folgt keiner Rhetorik, sondern einer harten Logik: Tempo, Marktnähe und Umsetzungsfähigkeit werden zu den eigentlichen Standortvorteilen.
Wer Produktion halten will, muss Investitionen wieder wahrscheinlicher machen. Verlässliche Energiepfade, schnellere Genehmigungen, kalkulierbare Abgaben und eine Infrastruktur, die nach Terminplan funktioniert, sind keine Begleitmusik mehr – sie sind die Eintrittskarte. Wer diese Bedingungen schafft, zieht Wertschöpfung an. Wer sie nicht schafft, verliert sie schrittweise.
Klaus Weßing, Vorstand Institut für Produktionserhaltung
infpro news
Hot Spot Deutschland
Mehr Mittelstand, mehr Innovation, mehr KI, mehr Kapitel. Ein Beitrag von Klaus Weßing. Mehr Merz wagen Friedrich Merz skizziert in Davos eine wirtschaftspolitische Neujustierung: mehr Mittelstand, bessere Infrastruktur, günstigere Energie, mehr KI. Doch der Standort entscheidet sich nicht auf...
New Lean als Ordnungsfrage
Was Unternehmen vor dem KI-Ensatz klären müssen. Ein Beitrag von Klaus Weßing. New Lean als Ordnungsfrage: Was Unternehmen vor der KI klären müssen Künstliche Intelligenz scheitert in der Industrie selten an Algorithmen, häufiger an unklaren Entscheidungswegen und nicht beherrschten Prozessen....
Das deutsche Industriemodell im Stresstest
Industrielle Wertschöpfung braucht Verlässlichkeit. Ein Beitrag von Klaus Weßing. Deutschlands Industrie kommt nicht richtig in die Gänge, es scheint, als hätte jemand statt dem Vorwärtsgang, den Seitwärtsmodus aktiviert und die Stimmungsindikatoren drehen wieder nach unten. Das Problem ist...


